Zinsbindung
Zeitraum, für den der Sollzins eines Darlehens fest vereinbart ist.
Auch: Sollzinsbindung, Zinsfestschreibung, Anschlussfinanzierung
Die Zinsbindung legt fest, wie lange der vereinbarte Sollzins gilt – üblich sind zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre. Sie ist fast immer kürzer als die Zeit bis zur vollständigen Tilgung.
Die Restschuld ist die entscheidende Zahl
Am Ende der Zinsbindung bleibt daher in der Regel ein Betrag offen, der neu finanziert werden muss – zu den dann geltenden Zinsen. Wie hoch diese Restschuld ausfällt, ist bei der Auswahl eines Angebots oft wichtiger als ein Zehntelprozent beim Zinssatz.
Wie man sie klein hält
Zwei Stellschrauben: eine höhere anfängliche Tilgung und Sondertilgungen. Beide verkürzen die Laufzeit erheblich und senken die Zinskosten – die höhere Tilgung allerdings mit entsprechend höherer Monatsrate.
Lange oder kurze Bindung
Eine lange Zinsbindung gibt Planungssicherheit und kostet dafür meist einen Zinsaufschlag. Nach zehn Jahren besteht unabhängig von der Vereinbarung ein gesetzliches Kündigungsrecht mit sechsmonatiger Frist – lange Bindungen sind dadurch weniger riskant, als sie wirken.